St. Daniel Comboni TB Hospital Mariallou

Hilfe für Krankenstation im Südsudan

Die St. Daniel Comboni TB, Lepra und HIV Krankenstation Mariallou liegt im Norden des Südsudan im Verwaltungsbezirk Tonj Ost. Das Einzugsgebiet hat in etwa die Größe von Oberösterreich. Es ist die einzige derartige Krankenstation für die dortige Bevölkerung. Der Fokus liegt auf PatientInnen mit hochinfektiöser Tuberkulose, Lepra und HIV. Zusätzlich zur stationären Behandlung werden täglich PatientInnen ambulant behandelt und durch medizinisches Personal in den umliegenden Dörfern nachversorgt. Die Krankenstation verfügt über eine Bettenkapazität von 42.

Zu den Aufgaben gehören:

  1. Vorsorgliches TB-Screening, Labordiagnose und Einleitung der TB-Medikamententherapie für bestätigte Fälle. 568 TB-Verdächtige wurden 2018 untersucht, was zur Meldung von 102 TB-Patienten führte.
  2. Sensibilisierung der Gemeinschaft für TB; im Jahr 2018 wurden 721 Schulungen zugunsten von 36.452 Menschen durchgeführt.
  3. HIV-Testung und Beratung aller gemeldeten TB-PatientInnen. Dies führt 2018 zur Identifizierung von 5 Personen, die zusätzlich an einer HIV-Infektion litten.
  4. Die Betreuung von TB-Behandlungsunterbrechern, um die Einhaltung der TB-Therapie zu verbessern, sodass die Therapie erfolgreich abgeschlossen werden kann.
  5. Hausbesuche mit dem Ziel, die Kontakte eines TB-Patienten zu überprüfen. Dies geschieht, um die TB-Übertragungskette zu mildern, einschließlich der Vermeidung eines Rückfalls von TB.
  6. Aufnahme von TB-Patienten auf der Station, die entweder geschwächt sind oder aus fernen Ländern kommen.

Die Herausforderungen, mit denen das Kleinspital zu kämpfen hat, sind groß:

Die Gebäude sind in einem sehr schlechten Zustand und stark renovierungsbedürftig. Das Kleinspital hat keine eigene Wasserversorgung, besitzt jedoch einen derzeit aus technischen Gründen unbenutzbaren Bohrbrunnen. Zur Stromversorgung steht ein kleiner Generator zur Verfügung, der jedoch oftmals defekt ist und keine kontinuierliche Energieversorgung gewährleistet. Für die Gesundheitserziehung und Sensibilisierung fehlt ein Projektor, um Videos über Tuberkolose und seine Auswirkungen zu zeigen.

Die Prioritätenliste der benötigten Unterstützung:

  1. Wasserversorgung mit Solarpumpe wiederherstellen
  2. PV-Anlage für Labor und Krankenstationen
  3. Beamer für Gesundheitsschulungen
  4. In weiterer Folge die Gebäudesanierung der Krankenstationen und des Ambulanzgebäudes

Südsudan

• Fläche: 644.000 km² (ca. 7,5x so groß wie Österreich)
• Einwohner: 12,5 mio.
• Bevölkerungsdichte: 19,45 Einwohner/km² (Österreich 105 Einw./km²)


Das St. Daniel Comboni Kleinspital besteht seit 1994 und ist eines von 14 Spitälern von AAA (Arkangelo Ali Association) im Südsudan. AAA engagiert sich für die Stärkung und Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in schwer zugänglichen und unterversorgten Gebieten (wie Mariallou) durch die Bereitstellung kostenloser Gesundheitsdienste, einschließlich TB-Betreuung, TB/HIV- und Leprabehandlung, mit dem Ziel, sie zu einem würdevollen und sozioökonomisch gesunden Leben zu verhelfen. Menschen mit einer dieser Krankheiten werden - neben dem körperlichen Leid - häufig stigmatisiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

Lage des St.Daniel Comboni Hospital Mariallou:
8°01'57.2"N 29°10'56.6"E
https://goo.gl/maps/Caq2pKb58HozS4UT9

Anzahl der Personen, deren Lebensverhältnisse durch dieses Projekt spürbar verbessert werden:

42 PatientInnen (Bettenkapazität)

• unmittelbar ca. 1200 Personen (inkl. Ambulanzen, etc.)

ca. 100.000 Personen im Einzugsbereich des Hospitals

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Ob mit einer einmaligen Spende oder einem Dauerauftrag -
wir sind für jede finanzielle Unterstützung dankbar!

EWK-Spendenkonto
Raiffeisenbank Region Schärding
IBAN: AT11 3445 5000 0682 8438
BIC: RZOOAT2L455